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Startseite Elektrotechnik Energiemonitoring: Wie Daten helfen, Kosten zu sparen

Warum Energiemonitoring?

Strom- und Wärmepreise schwanken, CO₂-Kosten steigen. Energiemonitoring schafft Transparenz über Verbräuche, Lastspitzen und ineffiziente Betriebszustände. So identifizieren Sie schnelle Quick Wins und planen wirtschaftliche Maßnahmen mit belastbaren Zahlen.

Welche Daten sind relevant?

  • Verbrauch: kWh nach Bereichen (Produktion, IT, Licht, HLK, E-Mobility)
  • Leistung/Lastprofil: kW, Lastspitzen, Blindleistung
  • Betriebszustände: Laufzeiten, Schaltzyklen, Temperaturen
  • Einspeisung: PV-Erträge, Speicherzustände
  • Tarife/Preise: Arbeitspreis, Leistungspreis, Zeiten (HT/NT)

Typische Messpunkte & Technik

  • Hauptverteilung: Summenzähler, Netzanalyse (Spannung, THD, cos φ)
  • Unterverteilungen: Bereichszähler für große Verbrauchergruppen
  • Einzelanlagen: Produktionsmaschinen, Kälte/Heizung, Druckluft, Lüftung
  • Kommunikation: M-Bus, Modbus, KNX, BACnet, MQTT – möglichst IP-basiert
  • Plattform: Edge-Server oder Cloud, Dashboard mit Alarmen & Reports

KPIs, die wirklich helfen

  • kWh/m² (Gebäudeeffizienz), kWh/Stück (Produktion)
  • Grundlast (kW außerhalb Betriebszeiten)
  • Lastspitzen (kW) und Leistungspreis
  • Leistungsfaktor cos φ / Blindleistungsanteil
  • Eigenverbrauchsquote und Autarkiegrad bei PV
  • CO₂-Intensität pro Einheit (optional für Nachhaltigkeitsberichte)

In 5 Schritten zum Energiemonitoring

  1. Zielbild definieren: Kosten senken, CO₂ reduzieren, ISO 50001-Vorbereitung – messbar formulieren.
  2. Messkonzept erstellen: Lastgänge prüfen, Messpunkte priorisieren, Schnittstellen festlegen.
  3. Hardware & IT auswählen: Zähler/Analysatoren, Gateways, Datensicherheit (Netzsegmentierung, Benutzerrechte).
  4. Dashboard & Alarme: KPIs, Grenzwerte, automatische Berichte (monatlich/wochenweise).
  5. Maßnahmen ableiten & nachverfolgen: Quick Wins umsetzen, Effekte verifizieren (M&V), Standard etablieren.

Typische Einsparpotenziale (Praxisbeispiele)

  • Grundlast senken: Standby-Verbräuche identifizieren, Nacht-/Wochenendbetrieb optimieren (5–15 % Einsparung üblich).
  • Lastspitzen glätten: Lastmanagement und Betriebszeiten abstimmen (Leistungspreise reduzieren).
  • HLK optimieren: Zeitprogramme, Temperaturbänder, bedarfsgeführte Lüftung.
  • Beleuchtung: LED-Umrüstung + Präsenz-/Tageslichtregelung.
  • Blindleistung kompensieren: cos φ verbessern, Vertragsstrafen vermeiden.
  • PV-Eigenverbrauch erhöhen: Lastverschiebung, Speicher, Ladeinfrastruktur integrieren.

Checkliste: Startklar?

  • Lastgänge verfügbar (mind. 15-min-Werte)?
  • Priorisierte Messpunkte definiert?
  • Datenschnittstellen & IT-Security geklärt?
  • KPIs & Grenzwerte festgelegt?
  • Prozess für Maßnahmen & Nachverfolgung vereinbart?

FAQ: Energiemonitoring

Ab welcher Größe lohnt sich Energiemonitoring?

Schon ab kleineren Gewerbeobjekten mit relevanten Grundlasten. Spätestens bei mehreren Unterverteilungen, PV, Kälte/Heizung oder Lastpreisen rechnet es sich.

Brauche ich zwingend eine Cloud?

Nein. On-Premises ist möglich. Wichtig sind Datenqualität, Verfügbarkeit und sichere Zugriffe. Cloud kann Reporting und Skalierung vereinfachen.

Wie schnell sieht man Einsparungen?

Quick Wins häufig innerhalb weniger Wochen (Grundlast, Zeitprogramme). Größere Maßnahmen brauchen Planung, zahlen sich aber nachhaltig aus.

Ist das ISO 50001-tauglich?

Mit sauberem Messkonzept, KPIs und Nachweisführung lässt sich Energiemonitoring als Baustein eines Energiemanagementsystems nutzen.

Hinweis: Zahlenbeispiele sind Richtwerte. Für belastbare Aussagen sind Messung und Analyse vor Ort erforderlich. Ersetzen Sie Platzhalter-Links und ergänzen Sie interne Verlinkungen (Leistungen, Referenzen, Kontakt).

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